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Tattoos entfernen sollte ausschließlich ein Profi

Viele Millionen Bundesbürger sind tätowiert. Oft wird nicht darüber nachgedacht, was passiert, wenn einem das Tattoo eines Tages nicht mehr gefällt. Wie wird man das in die Haut gestochene Bild wieder los?

Zu allererst sei gesagt, dass man eine Tattooentfernung niemals in die eigenen Hände nehmen sollte. Der Versuch, eine Tätowierung selbstständig zu entfernen, endet bestenfalls mit einer hässlichen Narbe - im schlimmsten Fall kann man sich eine Infektion oder Blutvergiftung zuziehen, die sogar zum Tod führen kann. Deshalb muss zur Entfernung eines Tattoos in jedem Fall ein Spezialist aufgesucht werden, beispielsweise ein Dermatologe. Dieser wird sich Zeit nehmen, den Patienten ausführlich über Methoden, Kosten und Risiken zu beraten.

Um zu verstehen, wie eine Tattooentfernung funktioniert, muss man sich zunächst die Entstehung einer Tätowierung vergegenwärtigen. Mit einer Nadel werden Farbpigmente unter die Haut gebracht. Diese Pigmente werden von bestimmten Körperzellen, den sogenannten Makrophagen, eingekapselt. Diese Einkapselung bewirkt, dass die Farbpartikel nicht mehr von den körpereigenen Abwehrstoffen abtransportiert werden können. So entsteht eine dauerhafte Tätowierung.

Zur Entfernung eines Tattoos muss deshalb die Verkapselung der Farbe mit den Körperzellen zerstört werden. Am erfolgreichsten - und deshalb am weitesten verbreitet - ist dabei die Lasertherapie. Mit einem Strahl aus gebündeltem Licht werden die Farbpartikel des Tattoos gezielt beschossen. Die Einkapselung der Partikel wird zerstört - den Rest übernimmt das körpereigene Abwehrsystem: Die gelösten Farbpigmente werden Stück für Stück abgebaut und verschwinden. Bei der Therapie kommen zwei Arten von Lasern zum Einsatz: Der Rubinlaser ist vor allem zur Entfernung von farbigen Tattoos geeignet, während der sogenannte Nd:YAG-Laser bei schwarzen Tätowierungen eingesetzt wird.

Damit keine Spur vom ehemaligen Körperschmuck zurückbleibt, sind mehrere Lasertherapie-Sitzungen notwendig. Wie viele genau, hängt sehr stark von der Beschaffenheit des Tattoos, den Farben und dem Tätowierer ab. Hat dieser die Farbe zu tief unter die Haut gestochen, kann es sehr schwierig werden, die Pigmente mit dem Laser rückstandslos zu entfernen - dann bleibt meist nur noch ein chirurgischer Eingriff, um die Tätowierung endgültig zu beseitigen.

13.07.2010